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Hunde- und Züchterzeitschriften / Hilfmittel für Algesimetrie Hajo Schäfer 29.01.2007 Ein Hilfsmittel für Schmerzmessung und -überwachung beim Hund „Schmerz ist, was vom Patienten als Schmerz angegeben wird!“ Darauf weisen humanmedizinische Schmerztherapeuten nachdrücklich hin. Denn leider viel zu oft schließt der Operateur oder der behandelnde Arzt von der Art des Eingriffs, der sichtbaren Verletzung oder der Diagnose auf die Ausprägung des Schmerzes und verordnet – wenn überhaupt – eine Schmerztherapie nach einem Standardschema. Doch die Einstellung der Therapie sollte sich besser auch nach dem Befinden des Patienten richten. Dazu wird der Mensch ganz einfach gefragt, wie es ihm geht und wie stark der von ihm empfundene Schmerz ist. Die Algesimetrie, das heißt das Messen des Schmerzes, wird durch bewährte Skalen und Schablonen erleichtert. Hierbei stellt der Patient die Schablone selbst auf den aktuell empfundenen Schmerzwert ein. Dieser wird in ein Schmerztagebuch eingetragen. In der Tierheilkunde ist das nicht ganz so einfach. Schließlich ist Schmerz eine Empfindung, die Tiere nicht direkt mitteilen. Nur bestimmte Verhaltensmuster, Laute oder Lahmheiten lassen indirekt auf Schmerzen und dessen Ausprägung beim Tier schließen. Auch beim Hund korreliert die Art des operativen Eingriffs, die diagnostizierte Krankheit und erst recht ein Röntgenbefund oft nicht mit dem Grad des von ihm empfundenen Schmerzes. Daher muss der Hund sehr genau beobachtet und auf die oft subtilen Zeichen geachtet werden, die auf Schmerz deuten. In der Informationsschrift für Tierhalter „Leben ohne Schmerz“ werden die auf Schmerz hinweisenden Symptome beschrieben. Anhand einer in der Humanmedizin bewährten numerischen Skala von 0 (ohne Beschwerden) bis 4 (stärkste Beschwerden) kann der Tierhalter die vermuteten Beschwerden seines Hundes benennen und in das integrierte Schmerztagebuch eintragen. Bei akuten Schmerzen erfolgt der Eintrag am besten täglich. Bei chronischen Beschwerden, etwa bei Arthrose, bietet sich die wöchentliche Erfassung an. Eine zusätzliche Skala mit hundespezifischen Begriffen erleichtert dem Tierhalter die Bewertung. Das Schmerztagebuch enthält weiterhin eine Spalte zum Eintrag von Medikament und Dosis. Das häusliche Schmerzmonitoring liefert wertvolle Informationen über den Erfolg der verordneten Therapie. Das Schmerztagebuch sollte der betreuenden Tierärztin / dem betreuenden Tierarzt bei jedem Besuch vorgelegt werden. Die individuelle Anpassung der wirksamen Dosis des Schmerzmedikaments sowie unterstützender Maßnahmen an das Bedürfnis des Patienten werden hiermit erleichtert. Das Heft „Leben ohne Schmerz“ mit Schmerztagebuch gibt es als kostenfreien Service in der Tierarztpraxis. Es steht auch zum Herunterladen unter www.albrecht-vet.de zur Verfügung.
Dr. med. vet. Hans-Joachim Schäfer Albrecht GmbH 88323 Aulendorf www.albrecht-vet.de
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